Verkehrsclub Deutschland

VCD Archiv zum Verkehr in der Region Siegen-Wittgenstein und Olpe 1989 - 2023

Achim Walder

Verkehrsclub Deutschland Chronik 200

VCD Kreisverband Siegen-Wittgenstein und
VCD Landesverband Nordrhein-Westfalen

2000

VCD + BUND: Vorschläge der Verkehrsinfrastrukturkommission sind Absage an vernünftige Verkehrspolitik

Kritik am Schlussbericht der Strukturkommisson des Bundesverkehrsministers Klimmt hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) heute in Berlin geäußert. Dr. Gerhard Timm, Bundesgeschäftsführer des BUND: "Die Kommission will allein zusätzliches Kapital für die Zubetonierung der Landschaft beschaffen. Die negativen Folgen des steigenden Straßenverkehrs für Mensch, Umwelt und Klima hat sie überhaupt nicht interessiert. Das Ergebnis sieht entsprechend aus: Die Betonlobby kriegt neue Lizenzen zum Gelddrucken." Nach Ansicht des BUND lassen sich nur mit Investitionen in ökologische Verkehrssysteme Menschen und Güter umweltverträglich transportieren. Der geplante Bau zusätzlicher Straßen löse keine Verkehrsprobleme, sondern verschärfe sie und zerstöre zudem Lebensqualität und Natur. Der BUND begrüßt hingegen den Kommissionsvorschlag, eine leistungsbezogene Schwerverkehrsabgabe für den LKW-Verkehr einzuführen. Die vorgeschlagenen 40 Pfennig pro Kilometer für einen 40-Tonner dürften jedoch nur der Einstieg auf diesem Weg sein. Ziel sei die volle Anlastung der externen Kosten, die sich allein für den Lkw-Verkehr in Deutschland auf rund 60 Mrd. DM pro Jahr addieren .... _/1W

2000

Tagesausflug mit der Bahn von Siegen nach Amsterdam mit VCD und Arbeitskreis Schienenverkehr

Tagesausflug mit der Bahn von Siegen nach AmsterdamDie Fahrt begann am Bahnhof Siegen mit dem Regionalexpress nach Köln. Mit dem NS-ICE hatten wir eine durchgehende Verbindung nach Amsterdam. Wir erreichten die zweitgrößte Stadt der Niederlande gegen 11 Uhr. Nach einer Stadtrundfahrt mit dem einem Ausflugsboote durch die Grachten und einem Mittagessen führte Achim Walder zu den Sehenswürdigkeiten Alte Waage, Oude Kerk, Beginenhof, Magere Brug, Münze, Münzturm, Rembrandthaus und zum Anne-Frank-Museum. Nach mehr als 6 Stunden startete die Rückfahrt. Zunächst war der ICE nach Köln nicht im Hauptbahnhof zu finden. Mit zwei Stunden Verspätung in Köln wurde der letzte Zug nach Siegen gerade noch erreicht. Das gelang jedoch nicht in Siegen via Wittgenstein. Günter Linde, der die Reise organisiert hatte, bestellte auf Kosten der Bahn um 24 Uhr einen Bus für 30 Personen nach Wittgenstein ... _/1W

2000

Differenzierte Bedienungsformen im ÖV in Deutschland

Auf der International Conference at Mancaster University, Thursday 6th an Fridax 7th April 2000. berichtete der VCD über die verschiedenen Arten von Öffentlichem Verkehr in Deutschland. Erläutert wurden Systeme wie Rufbus, Ruftaxi, Anrufsammeltaxi, Frauennachttaxi und Bürgerbus Systeme. Zur Sprache kamen auch die verschiedenen Paragraphen des Personenbeförderungsgesetzes. In deutscher Sprache wurden die Probleme der Mobilität im ländlichen Raum diskutiert. In Deutschland leben mehr als 70% der Bewohner in Städten die weniger als 20.000 Einwohner haben. Die Kosten für eine angemessenen Anbindung mit dem ÖPNV scheitert oft an den Finanzen und dem politischen Willen. So liegt der Anteil des PKW- Verkehrs deutlich über 75%. Nur in Ballungsräumen ist die Mobilität mit Bus und Bahn als gut anzusehen. So ist die Verkehrswende nur mit inteligenten Systemen in Zukunft möglich ... _/1W

2000

Johannlandbahn im Siegerland vor dem Aus !

Johannlandbahn im Siegerland vor dem Aus !Württembergische Bahnstrecken beispielhaft für die Reaktivierung: Fünf Mitglieder des Vorstandes der Bürgerinitiative "PRO JOHANNLANDBAHN" e.V. besuchten am ersten Septemberwochenende zwei herausragende Bahnstrecken in Baden-Württemberg. Ziel der Initiative waren die Wieslauftalbahn sowie die Schönbuchbahn, zwei seit 1995 bzw. 1996 von der Württembergischen Eisenbahn-Gesellschaft (WEG) privat betriebene Strecken mit Schienen-Personennahverkehr. Neben der Bereisung der Bahnen war das direkte fachliche Gespräch mit Verantwortlichen vor Ort ein Schwerpunkt der Exkursion. Außer den Betriebsleitern beider Strecken stand bei einem mehrstündigen Gespräch auch die Direktionsleitung der WEG, Herr M. Aschpalt, zur Verfügung. "Das hier in Württemberg Erreichte stellt für uns eine ... _/1W

2000

VCD zur Südumfahrung Kreuztal

Der VCD reagiert auf die Mitteilung der Verwaltung darüber, dass die Tunnellösung für die Südumfahrung durch das Mattenbachtal im Verkehrsministerium keine Chance habe. Die Untertunnelung war bei den bisherigen Beratungen im Rat von allen Fraktionen übereinstimmend als Bedingung für den Bau der Umgehung genannt worden. Dies auch obwohl bekannt war, dass der etwa 400 m lange Tunnel ca. 20 Millionen Mark kosten würde. Die "Tunnellösung" resultiert aus den Ergebnissen einer teuer bezahlten Umwelt- verträglichkeitsstudie. "Es kommt anscheinend in Mode, erst umfangreiche Umweltverträglichkeits- und Machbarkeitsstudien anzufertigen und anschließend ohne Rücksicht auf die Ergebnisse und die ökologischen Verluste planen und bauen zu wollen", so der VCD. "Nach gleichem Motto verfahren auch die Befürworter der A4". Der Tunnel kostet weniger als ein A4-Kilometer. Übrigens soll ein einziger A4-Kilometer zwischen 34,8 und 38 Millionen DM kosten. Davon könnten fast zwei Tunnel für die Südumfahrung gezahlt werden. Auch bei der Planung der HTS wurde aus Geldmangel ... _/1W

2000

VCD Fahrplanwettbewerb 2000

Fahrplanwettbewerb NRWZiel dieses Wettbewerbs war nicht, das vorhandene Angebot (z.B. Taktdichte, Anschlüsse etc.) im ÖPNV zu bewerten, sondern allein die Qualität der Informationsaufbereitung. Da wir einerseits ein möglichst breites Spektrum abdecken wollten, andererseits die ehrenamtlich zu leistende Arbeit nur eine beschränkte Betrachtung zuließ, haben wir eine zufällige Auswahl von 50 Verkehrsbetrieben aus der gesamten Bundesrepublik angeschrieben. 29 Betriebe bzw. Verbünde haben daraufhin Unterlagen eingereicht. Insgesamt wurden 29 Fahrplanbücher, 24 Aushangfahrpläne und 27 Liniennetzpläne bewertet. Das Ranking beschränkt sich auf diese drei Teilgebiete. Da nicht aus allen Betrieben/Verbünden Fahrplanbücher, Aushangfahrpläne und Liniennetzpläne vorgelegen haben, wurde auf die Prämierung der besten Unterlagen insgesamt verzichtet. Im Verlauf der Auswertung hat sich gezeigt, dass es nur sehr wenige wirklich gute Fahrplanunterlagen gibt. Leider warteten die besonders schön gestalteten Bücher (z.B. Nordhessischer oder Karlsruher Verkehrsverbund) nicht immer mit dem besten Informationswert auf und waren bei der abschließenden Bewertung nur im Mittelfeld zu finden. Dagegen sind die etwas bieder gestalteten Bücher des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) dank der nahezu vollständigen Informationen ... _/1W

2000

Übernahmefrist für Bahnstrecke Olpe-Dieringhausen endet, aber: RSE und Förderkreis sehen gute Chancen

Seit 1995 hat die Deutsche Bahn AG Netz die Strecke Gummersbach-Bergneustadt angeboten, die Übernahmefrist läuft zum 1. September aus. Danach kann die DB AG Netz beim Eisenbahn-Bundesamt einen Antrag auf Stillegung stellen. Dennoch ist für die Rhein-Sieg-Eisenbahn (RSE) GmbH, die die Strecke übernehmen und mit dem Förderkreis zur Rettung der Wiehltalbahn betreiben möchte, der Zug noch nicht abgefahren. "Ein Stillegungsverfahren würde bei Übernahme der Strecke sofort eingestellt", sagte RSE-Geschäftsführer Rainer Bohnet auf Anfrage. In den bisher "sehr konstruktiven" Gesprächen mit der DB AG Netz habe man das Konzept vorgestellt, die Strecke Gummersbach-Dieringhausen mit der Strecke Osberghausen-Wiehl im Paket zu bedienen. Das sei mit großem Interesse aufgenommen worden und man hoffe, gute Karten zu haben, sagte Bohnet gegenüber der OVZ. Die DB AG Netz prüfe nun den Zubringerwert für ihre Strecken, was zu einer Senkung des Verkaufspreises führen könne. Die Forderungen der DB belaufen sich bekanntlich auf 360.000 Mark. Eine definitive Entscheidung, ob die RSE die Strecke Dieringhausen-Bergneustadt übernimmt, erwartet Bohnet zum Ende des Jahres - vorausgesetzt, der Kreis gibt dazu seinen Segen. Deshalb, so Bohnet, werde man jetzt auch intensive Gespräche mit der Politik aufnehmen ... _/1W

2000

Zu Weihnachten für zwei Tage nach Paris mit VCD und UWG-Siegen-Wittgenstein

Reiseführer Sehenswertes in ParisNach der Tagesfahrt wurde für die Weihnachtszeit eine Mehrtagesfahrt geplant. Von Siegen nach Köln mit dem RegionalExpress und von Köln über die Hochgeschindigkeitsstrecke mit 330km/h nach Paris. Für Paris gab es Tageskarten für Bus und Metro. Auf dem Programm standen verschiedene Aussichtspunkte in Paris, der Eifelturm, der Arc de Triomphe, die Türme der Kathedrale Notre-Dame, Sacré-Cœur am Montmartre und der Turm des Bahnhofs Paris-Montparnasse. Besonders eindrucksvoll war die Weihnachtsbeleuchtung am Abend auf den Champs-Élysées. Viele Geschäfte waren festlich geschmückt. Einige Teilnehmer besuchten auch das Museum im Louvre und das Forum des Halles. Achim Walder und Günter Linde hatten viele Tipps zum Besichtigen zusammen gestellt. Auf der Rückfahrt wurden die vielen Eindrücke der Fahrt ausgetauscht ... _/1W

2000

ÖPNV Stadtlinienplan (VCD-Projekt)

Für Marktplätze, Bahnhöfe und Busstationen in Städten verschiedenerTourismusregionen wurden Stadtpläne erstellt, die außer den Ortsteilen und Straßennahmen viele weitere Informationen enthalten, wie z.B. Buslinien und Haltestellen, Öffentliche Gebäude und Sehenswürdigkeiten, Freizeiteinrichtungen und Wanderwege ... _/1W

2000

Region Südwestfalen verliert InterRegio-Anschluss

Vor mehr als einem halben Jahr führte der VCD Gespräche mit der DB-Reisen + Touristik in Köln. Dabei wurde auch über die InterRegio-Linie 22 von Frankfurt über Siegen-Hagen nach Düsseldorf gesprochen. Geplant war, um mehr Reisende in den Zug zu bekommen, eine Verlängerung bis zum Flughafenbahnhof Düsseldorf. Was ist daraus geworden? Einige Kursbucher der DB weisen auch diese Zugverbindungen aus. Auch das elektronische Auskunftssystem zeigte diese Verbindung, aber an den Bahnhöfen steht als Zielbahnhof nur Düsseldorf Hbf. Dies zeigt deutlich, dass die DB-AG wenig Interesse hat, diese InterRegio-Linie zu erhalten. Auch wurde dem VCD inzwischen bekannt, dass die Verbindung keine Aussichten auf Bestand über den Fahrplan 2001 hat. Eine deutliche Verschlechterung für Fahrgäste aus der Region. Ein Ersatz, z.B. ein Regional-Express, der die heutige Fahrzeit der Regional-Bahn Siegen-Hagen von mehr als 90 Minuten verkürzt, und eine durchgehende Verbindung nach Frankfurt sind auf Jahre nicht in Sicht. Für den VCD und die Kunden spielt es keine Rolle, wer den Zug fährt. Es ist egal, .ob es ein Nahverkehrsexpress oder ein InterRegio ist. Die Fahrgäste wollen nur schnell und möglichst ohne Umsteigen ihr Ziel erreichen. Dafür müssen die Bahnhöfe Siegen, Kreuztal, Altenhundem, Finnentrop, Werdohl und Hagen angebunden werden oder bleiben. Die weitere Verbindung zu den IC- und ICE-Knotenbahnhöfen Frankfurt, Hagen und Düsseldorf muss umsteigefrei sein. An den oben genannten Bahnhöfen müssen optimale Fahrplananknüpfungen mit dem Nahverkehr geschaffen werden, nur so werden es mehr Reisende im öffentlichen Verkehr. Der VCD fordert die Politiker auf, endlich aktiv zu werden, denn in zwei Jahren ist die Neubaustrecke Köln-Frankfurt fertig und damit die Fahrt von Hagen über Köln nach Frankfurt schneller als durch Südwestfalen. Der VCD fordert einen ,,Runden Tisch“ mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, den Verkehrsunternehmen (DBAG) und dem Verkehrsministerium, sonst ist bald der letzte schnelle Fernzug durch Südwestfalen gefahren ... _/1W

2000

VCD Landesvorstand NRW trifft sich in Kreuztal um den ÖV in ländlichen Regionen zu testen

VCD Landesvorstand NRW trifft sich in Kreuztal um den ÖV in ländlichen Regionen zu testenDer VCD Landesvorstand folgte der Einladung von Achim Walder und reiste nach Kreuztal. Die Stadt, mit ihren 35.000 Einwohnern, befindet sich in einer ländlichen Region. Zwar existiert eine Bahnlinie von Hagen über Siegen nach Frankfurt, aber der Busverkehr konzentriert sich vorwiegend auf die größeren Kommunen. Öffentliche Verbindungen weisen einen äußerst dürftigen Fahrplan auf, was sie für Berufstätige unzureichend nutzbar macht. Dies führt dazu, dass der Anteil der Autofahrten in der Region hoch ist. Die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs hat sich der VCD Kreisverband als vorrangige Aufgabe gesetzt. Die Notwendigkeit dazu zeigt sich besonders in der eingeschränkten Mobilität über die Bergrücken hinweg, die eine Barriere für viele Pendler darstellt. In diesem Kontext ist es wichtig, nicht nur den Fahrplan zu optimieren, sondern auch die Integration von Bus- und Bahnverbindungen zu stärken, um eine umfassende und effiziente Mobilitätslösung anzubieten. Durch solche Maßnahmen könnte der Anteil der

 



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Weitere Aktionen, Projekte und Pressemeldungen:

In dieser Chronik sind Themen, Projekte, Aktionen, Verkehrsprojekte, Literatur und Konferenzen zusammengestellt, an denen VCD-Mitglieder aus der Region Südwestfalen initiativ teilgenommen oder aktitv mitgewirkt haben.

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Herausgeber
Redaktion: Achim Walder - Ingrid Walder
Text: Achim Walder und Freunden
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